Urban Sketch in Franken

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Urban Sketch oder Zeichnen im Grabfeld

Urlaub in fremden Ländern regt fast jeden zum fotografieren an. Die Bilder der schönsten Zeit im Jahr festzuhalten ist das Ziel. Tiefer und fester brennen sich die Bilder der Freizeit ein, wenn sie mit Stift und Papier festgehalten werden. Und damit ich nicht ewig lange in fremden Ländern am Strassenrand stehen muss um die fremdländischen Plätze und Häuser für mein Reisetagebuch zu zeichnen, übe ich Urban Sketch daheim in Franken.

Sketchbook KÖN

KÖN Minutenskizze

Die Heimat zeichnen

Zu Hause, im Alltag fehlt die Ruhe und die Zeit für derart unnötige Tätigkeiten? Ich kann nur empfehlen diese Einstellung zu überdenken. Wer gerne malt findet schnell typische Ecken in der eigenen Stadt, die es für ein Tagebuch festzuhalten lohnt. Heute spricht ja jeder neudeutsch von Journal. Wer Freude am Malen und Zeichnen hat und einmal anfängt draußen zu skizzieren, der kann damit nicht mehr aufhören. Und plötzlich gibt es Zeit für das neue Hobby. Urban Sketching.

Schön kann jeder

Für mich bedeutet das, Laufschuhe anziehen, Hund fertig machen und Skizzenbuch und Stiftetäschchen  einpacken. Mein täglicher Weg führt durch den Wiesengrund in die Kleinstadt. Seitdem ich mit meinem Terrier Bruno laufe sind wir drei Stunden unterwegs. Die Motive, die mich zum festhalten in meinem Skizzenbuch reizen, sind nicht die schönsten. Viel mehr erreichen die skurrilen Bilder, Anblicke von Verfall und Verlassenheit, Einsamkeit und Tristess meine Sinne.

Urbansketch Grabfeld

Skizzenbuch Fineliner

Sketchbook Grabfeld watercolor

Urbansketch watercolor KÖN

Ich habe nicht den Anspruch Kunst zu produzieren. Ich zeichne um meine Tage und Gedanken festzuhalten.

Der Saustall

An dem Schweinestall auf dem Titelfoto laufe ich täglich vorbei. Meine 10.000 Schritte, die mir mein Fitness Armband empfiehlt, führen durch den Wiesengrund in das Städtle.  Als die Zuchtgebäude für Schweine gebaut wurden war ich noch ein Kind. Bei meiner Verwandtschaft, die zu der Zeit eine halbe Tagesreise von Schweinfurt entfernt, von meinen Eltern besucht wurde, ist über den Bau geredet worden. Das Dorf war skeptisch und erwartete Geruchsbelästigung durch den Zuchtbetrieb. Heute scheint die Güllegrube nicht mehr in Betrieb zu sein. Geruchsbelästigung kann ich nicht bestätigen. Belästigen könnte eher der Anblick der verfallenden, ungepflegt wirkenden Gebäude.